Ein Grund warum ich diesen Blog schreibe.

Auch wenn das was ich hier schreibe sicher keine neue Meinung ist, denke ich trotzdem, dass das Thema Flüchtlingskrise ein guter Einstieg für meinen Blog ist.

Zuerst einmal eine Sache voraus, die sich aber auch in meinem Beiträgen widerspiegeln wird: Ich bin GEGEN einen Aufnahmestopp von Flüchtlingen. Sicher ist die Aufnahme von vielen Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund eine Aufgabe, die nicht einfach ist. Klar gibt es Schwierigkeiten, wie eben jene die sich im Moment zeigen: Wo kann man diese ganzen Menschen unterbringen oder wie kann man eventuelle Konflikte die zwischen den Geflüchteten und Teilen der ansässigen Wohnbevölkerung lösen?

Sicher es gibt wie zu allen, ich möchte hier eher von ‚Aufgaben‘ anstatt ‚Problemen‘ sprechen, verschiedene Perspektiven und folglich auch Lösungsansätze. Das Problem sehe ich dabei schon in der Bezeichnung ‚Flüchtlingskrise‘ und der damit verbundenen Assoziation. Schaut man sich den öffentlichen Diskurs an so scheint es nicht etwa um die humane Krise zu gehen, und die Massen von Menschen, die vor Krieg und Gewalt flüchten, sondern wie sehr sich doch ‚Europa‘ dadurch verändern würde. Der Fokus darf nicht auf solch Debatten liegen, sondern sollte vor allem darauf liegen, wie wir selbst dazu beisteuern können die aktuelle Situation zu verbessern und die Geflüchteten dabei mit voller Kraft unterstützen. Die Aufgabe eines jeden sollte es sein sich mal wieder deutlich machen, dass sich hinter dem Begriff der Geflüchteten unfassbar viele Einzelschicksale stecken. Das heißt auch, dass wir den Begriff der Geflüchteten unbedingt wieder humanisieren müssen, weg von der anonymisierenden Art, wie es im Moment der Fall ist und der es so leicht macht für rechts-populistische Parteien die geflüchteten Menschen als das Außen der Gesellschaft zu konstruieren.

Auch die Zeitungen, die im Diskurs eigentlich für die weitere Aufnahme von Flüchtlingen sind, schaffen es anscheinend nicht den Diskurs wegzulenken von der Diskussion über die ‚Schließung der Grenzen‘. Ist man in den Nachrichten-Apps Online oder Printausgaben der großen Medienhäuser unterwegs, die einen großen Einfluss auf den öffentlichen Diskurs ausüben könnten fällt auf: Es fehlt an Beiträgen zu erfolgreichen Integrationsprojekten sowie einem einflussreichen Diskurs welche Rolle die Staaten der EU und die EU selbst in der jetzigen Situation einnehmen.

Wichtig ist vor allem ersteres. Auch wenn dies sicher in lokalen Zeitungen Anklang findet, wäre es nicht interessant und vor allem hilfreich, würde beispielsweise jeden Monat ein erfolgreiches lokales Projekt überregional vorgestellt werden für Feedback, aber auch um anderen Menschen zu zeigen, dass es gute Möglichkeiten gibt das Ankommen vieler neuer Menschen als Chance zu begreifen und Inspirationen zu geben, wie man sich selbst aktiv für ein besseres Miteinander einsetzen kann ?

Da sich aber auch zeigt das im Sinne eines Top-Down-Ansatzes zu wenig tut, auf Grund von viel Bürokratie etc., sind es sicher eben nicht nur die großen Zeitungen die ihren Beitrag leisten müssen, sondern eben auch Blogs und kleinere lokale Organisationen die auf lokale Begebenheiten und Probleme besser reagieren können und spezifischer für ein besseres Miteinander und eine Vernetzung von Geflüchteten und den lokalen Ortsansässigen sorgen können und sollten.

Deswegen möchte ich auch gerne auf meinem Blog, meinen eigenen Forderungen nachkommen und von Zeit zu Zeit Beiträge und Projekte die ich anderswo finde teilen oder vorstellen und diskutieren.

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